Gedanken!

Wie wird es nach der Corona-Krise weitergehen? Verfallen wir wieder in alte Muster zurück oder machen wir etwas aus der Krise, die uns eine einmalige Chance auf neue Perspektiven ermöglicht? Wissen können wir es noch nicht, doch eines tut das Coronavirus auf alle Fälle für uns: Es verschafft uns einen anderen, erweiterten und längst überfälligen Blick auf Natur, Wirtschaft und gesellschaftliche Beziehungen, die sich in einem ungesunden Spannungsfeld befinden. Covid-19 lässt uns auf unmittelbare Weise verstehen, dass wir Menschen vor ihm alle gleich sind - unabhängig von Ort, Gesellschaftsschicht, Vermögensstand oder Geschlecht. Es schlich sich lautlos an, zog unbemerkt von Kontinent zu Kontinent und war plötzlich hier. Unerbittlich hält es uns den Spiegel vor. Mehr noch, es nimmt uns unter die Lupe und vergrößert unsere Schwachstellen. Dinge die wir mit der Zeit ein wenig verlernt haben wie Solidarität, Nächstenliebe, Zusammenhalt, Leidensfähigkeit.

Das Virus raubt uns und der Weltwirtschaft buchstäblich den Atem. Gleichzeitig hält es uns jedoch auch für uns Menschen und für die Natur die Chance bereit, seit einer sehr langen Zeit wieder durchatmen zu können, und uns vom Konsumismus und dem „Schneller-Höher-Weiter-Mehr“-Credo zu erholen.



Es gibt uns die einmalige Chance, unser Bewusstsein für die wirklich wesentlichen Dinge zu schärfen: Besinnung, Sinnhaftigkeit, Liebe, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Dankbarkeit, Empathie und Demut - große Worte, die zum konkreten kollektiven Gefühl werden können. Urmenschliche Werte, die man sich leichtfertig von anderen wünscht. Aber ist man gerade in solch einer schweren Situation auch bereit diese Werte zu verinnerlichen und weiterzugeben?


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